Create the Look: Fantasy Ritter

Für reisende Charaktere ist passende Ausrüstung wichtig - besonders, wenn die Abenteuer in verschneite Berge führen. Um auf kaltes und nasses Wetter bestens vorbereitet zu sein, trägt der reisende Fantasy Ritter “Everard”, eine dicke Wolltunika, damit der Körper schön warm bleibt. Der Wollumhang “Hibernus” schützt vor eisigem Wind und eindringender Nässe durch schmelzenden Schnee.

Da der menschliche Kopf gut durchblutet ist, verliert der Körper bei kalter Umgebung ohne Mütze viel Wärme. Das Wollbarett “Harald” und die Bundhaube “Bertram” schaffen Abhilfe und halten auch die Ohren warm. Damit auch die Beine und Füße warm bleiben, trägt der reisende Ritter die wollenen Beinlinge “Bernulf” statt der Baumwollvariante “Brandolf.” .


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Out of the Box Costume



Das Hauptziel ist es, dem Gewand mehr Persönlichkeit und Einzigartigkeit zu verleihen. Im Mittelalter wurden alle Kleidungsstücke von Hand angefertigt und daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass zwei Personen exakt die gleiche Kleidung trugen. Auch, wenn dieses Rittergewand nicht historisch akkurat ist, gelten für mittelalterlich-phantastische Kostüme die gleichen Prinzipien zur Erschaffung glaubwürdiger Alltagskleidung.



Besonders große einfarbige Flächen, wie z.B. lange Tuniken oder weite Umhänge, wirken schnell flach und langweilig ohne Verzierung oder Accessoires. Kleine Akzente in Kontrast- oder Brückenfarben sind einfache Mittel, um unabhängige Einzelteile wie die gut durchdachte Garderobe eines Edelmannes wirken zu lassen. Deshalb bekommen die schwarze Wolltunika und das Barett Akzente aus einem rauchblauen Stoffrest - als Verbindungsfarbe zwischen Schwarz und Grau und um den silbernen Schmuck edel einzubinden.



Was soll passieren?

  • Als Akzentfarbe zu Schwarz und Grau kommt ein Rauchblau.
  • Ein richtiger Ritter benötigt ein Wappen - in diesem Fall soll es ein Stern sein.
  • Mehr Details! Accessoires wie Gürtel und Schmuck runden das Outfit ab.


Ein Stoffrest in Streifen geschnitten. Diese Streifen werden unten an den Saum der Tunika und um das Barett genäht. Am Barett sorgt eine Brosche vom Flohmarkt für ein nettes Detail. Weitere Stoffstreifen kommen als Wickel um die Arme. Das Wappen wurde ebenfalls aus Stoff ausgeschnitten und die Kanten versäubert. Der Stern ist aus Papier ausgeschnitten und soll später aus Veloursleder aufgenäht werden.


  • Stoffstreifen vorbügeln, feststecken und aufnähen
  • Für das Barett wurde der Stoffstreifen vorher doppelt gelegt, damit er wie bei einem
  • Chaperon später zur Seite runterhängen kann.
  • Die Bänder des Umhangs wurden durch eine Metallfibel ersetzt.
  • Am Ende alles schön bügeln, damit alles sauber verarbeitet aussieht.


Nachdem alle geplanten Änderungen fertig waren, kam die Anprobe zur Überprüfung. Dabei fiel auf, dass der Nacken zwischen Tunika und Umhang noch sehr frei lag. Also wurde der restliche rauchblaue Stoff kurzerhand zu einem Dreieck zurechtgeschnitten und zu einem Halstuch umfunktioniert. Eine einfache Lösung gegen kalten Wind am Hals!

Der ganze Individualisierungsprozess hat ungefähr einen halben Tag gedauert, wobei die meiste Zeit dafür verwendet wurde, Stoffstreifen testweise auf die Tunika zu pinnen, um herauszufinden wie breit die Streifen werden sollen und auf welcher Höhe sie angenäht werden sollen. Auch herauszufinden wie groß das Wappen auf der Brust sein muss, damit es zu den Proportionen des Gesamtoutfits passt, hat ein paar Versuche gebraucht. Das Nähen hat ungefähr 2 Stunden gedauert. Bügeln und Tragetests brauchten vielleicht noch 30 Minuten mehr.




Und so sieht das fertige Kostüm dann aus:

Mit Freunden zu basteln, die beim Nähen, Fotos machen und Ideen auswerten geholfen haben, war sehr hilfreich - und hat definitiv mehr Spaß gemacht als allein zu nähen! Das Resultat ist es auf jeden Fall wert und wird von jetzt an mein Wintergewand fürs LARP sein. Als nächstes könnte ich mir vorstellen weitere Gewänder für den Sommer und das Schlachtfeld zu machen - aber jetzt ist mein Fantasy Ritter erstmal gut gewappnet für einen Marsch durch den Schnee der Alpen!



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